Kirchen und Religionsgemeinschaften
Weihnachten wurde in der Krippe entschiedenDer Deutsche Werberat hat die umstrittene Werbung eines großen Vertreibers elektronischer Medien nicht beanstandet. Es läge in dem Werbeslogan keine Verletzung religiöser Gefühle vor, haben die Mitglieder des Werberates geurteilt.
Die Weihnachtsfamilie
Das finde ich schade – ich persönlich gebe als Christin gerne zu, dass ich mich gefreut hätte, wenn die Werbekampagne „Weihnachten wird unter dem Baum entschieden“ gestoppt worden wäre – entweder durch den Anbieter selbst oder eben durch ein entsprechendes Votum des Medienrates. Aber gut: Nicht alles, was geschmacklos ist, kann oder muss deswegen verboten werden!
Schließlich ist es der Werbeträger selbst, der etwas missverstanden hat: Nichts widerspricht dem Gedanken von Weihnachten, an dem Gott das größte aller möglichen Geschenke schon vor über 2000 Jahren gemacht hat mehr als der Gedanke des kommerziellen Wettbewerbes: Gott ist als Mensch zu uns in die Welt gekommen. Das hat er nicht mit einem großen Auftritt oder einer gut vermarkteten Show getan, sondern als kleiner, verletzlicher und hilfsbedürftiger Säugling. „Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt“ diese Beschreibung gibt der Engel den Hirten, damit sie den Messias finden (Lk 2,12) – und mit diesem Hinweis machen sie sich auf den Weg nach Betlehem.
Sie gehen, um ein Kind anzubeten, und genau daran erinnern wir uns jedes Jahr an Weihnachten. Das Fest der Geburt des Herrn ist also kein Wettbewerb, sondern der Moment, in dem wir demütig und staunend vor der Krippe stehen. Der Moment unter dem Weihnachtsbaum ist keinesfalls zum Versuch geeignet, sich gegenseitig zu übertrumpfen, sondern gemeinsam still und andächtig zu werden. So kann Weihnachten 2011 vielleicht Gelegenheit sein, in dieser Demut vor dem unüberbietbaren Geschenk, das Gott uns gemacht hat, auf das eigene Leben, auf das zu Ende gehende Jahr zurück zu blicken: Gott, der für uns in die Welt gekommen ist, zu danken, für das was er uns im laufenden Jahr jeden Tag aufs geschenkt hat. Weihnachten als Moment, um zu beten und still zu werden.
Solche besinnlichen, kleinen und ruhigen Momente und Gedanken wünsche ich Ihnen für die bevorstehenden Festtage: Gesegnete Weihnachten!
34. Europäisches Taizé-Jugendtreffen
vom 28.12.2011 bis zum 01.01.2012 in Berlin
Junge Menschen zu Gast bei Freunden
Haben Sie Interesse, Gäste aufzunehmen oder an Gebeten, Gesängen und Veranstaltungen teilzunehmen?
Dann finden Sie Informationen hier.

Hintergrund:
Seit 1978 finden zum Jahreswechsel in verschiedenen europäischen Städten Jugendtreffen statt, die von den Brüdern der Communauté de Taizé organisiert werden. Seit dem 18. September dieses Jahres sind Mitglieder der Bruderschaft von Taizé in Berlin zu Gast, um das 34. Europäische Jugendtreffen, das vom 28.12.2011 bis zum 01.01.2012 in Berlin stattfindet, vorzubereiten.
Das Team besucht Kirchengemeinden aller Konfessionen in Berlin und im Umland. Ihr Ziel ist es, in den Gemeinden Vorbereitungsgruppen zu bilden, deren wichtigste Aufgabe die Suche nach Privatquartieren für die Jugendlichen aus aller Welt ist. Außerdem sollen sie den Teil des Treffens, der in der Gemeinde stattfindet, organisieren.
Maria Flachsbarth zur neuen Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) gewählt:

Der am 16.10.2011 neu gewählte KDFB-Bundesvorstand (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hildegard König, Birgit Mock, Dr. Elfriede Schießleder, Claudia-Nietsch-Ochs (Geistliche Beirätin),
Rose Schmidt, Beate Born, KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth, Dr.
Gabriele Zinkl und die Bundesgeschäftsführerin Christiane Fuchs-Pellmann
fraktion direkt der CDU/CSU Bundestagsfraktion vom 23.9.2011
„Das ‚C‘ ist kein Ruhekissen“
Maria Flachsbarth über den Papstbesuch und über christliche Werte in der Politik
Andacht im Deutschen Bundestag in den Sitzungswochen am Donnerstag und Freitag Morgen
MORGENANDACHT
Ein Ruhepol für Christen im Bundestag
Die Würde des Menschen schützen
Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Lebensschutz am 27.06.2011
![]() Dr. Maria Flachsbarth MdB, Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion |
Auf Einladung von Dr. Maria Flachsbarth und Volker Kauder kamen über 300 Gäste in der dritten Veranstaltung „Das ‚C‘ ist für uns Programm“ zusammen, um nachzudenken, wie auch in Grenzsituationen gewährleistet werden kann: „Die Würde des Menschen schützen: Vom Anfang bis zum Ende des Lebens“.
Die Beauftragte der Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften Dr. Maria Flachsbarth betonte, dass es der Hartnäckigkeit des Fraktionsvorsitzenden, Volker Kauder zu verdanken sei, dass nicht nur die Veranstaltungsreihe zum christlichen Menschenbild erneut stattfinden konnte, sondern auch Gesetzesinitiativen im Bereich des Lebensschutzes erfolgreich umgesetzt und angegangen wurden: exemplarisch führte Maria Flachsbarth den zäh errungenen Kompromiss um die Spätabbrüche oder die begonnene Initiative zu Organtransplantationen hervor. Volker Kauder unterstrich die Verantwortung einer Partei, die das „C“ im Namen trägt, für den Schutz des menschlichen Lebens und betonte, wie wichtig die Äußerungen der Kirchen in diesem Bereich seien. Anhand des Beispiels der Präimplantationsdiagnostik betonte er den Grundsatz: in dubio pro vita.
![]() Prof. Dr. Wolfgang Huber, Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion |
![]() Prof. Dr. Leonhardt, Diakoniekrankenhaus Friederikenstift Hannover, Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion |
Auf dem Podium berichtete Chefarzt Prof. Dr. Urs Leonhardt vom Diakoniekrankenhaus Friederikenstift Hannover, dass auf der von ihm geleiteten Palliativstation nicht die Forderung nach Hilfe bei der Selbsttötung, sondern die Bitte um Zuwendung eine Rolle spiele. Für die Organspende bat er darum, die Regeln so zu gestalten, dass die Entscheidung, ob Organe gespendet werden, nicht mehr unmittelbar am Totenbett mit den Angehörigen gefunden werden müsse. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel erinnerte daran, dass Sterben und die Erlösungshoffnung Teil christlicher Identität sind. Politik müsse auf die Hilferufe der Menschen antworten, indem Begleitung am Lebensende, so durch Seelsorge und Palliativmedizin gewährleistet werde. Die Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, warnte vor vermeintlich eindeutigen Umfrageergebnissen zur aktiven Sterbehilfe und erinnerte daran, dass dem oft Angst vor Schmerzen, vor dem Verlust der Selbstbestimmung oder dem Wunsch, Angehörigen nicht zur Last fallen zu wollen, zugrundeliegen. Durch die Präimplantationsdiagnostik als „Zeugung auf Probe“ befürchte sie einen Schritt zu einer weniger humanen Gesellschaft. Norbert Geis aus der CSU Landesgruppe forderte besondere Sensibilität für Wachkomapatienten und erinnerte an die Wegmarke der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle als Beginn des Menschen.
Dr. Maria Flachsbarth MdB, Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften
Meine Aufgabe ist es, jene Sachthemen besonders aufmerksam zu verfolgen und zu begleiten, die für die Kirchen und Religionsgemeinschaften relevant sind. Dies betrifft ganz verschiedene Politikbereiche. Als Umweltpolitikerin liegt mir besonders die Bewahrung der Schöpfung am Herzen. Daneben sind Themen aus dem Feld der Bio- und Medizinethik, in denen es vorrangig um den Schutz des menschlichen Lebens, gerade an seinem Anfang und Ende geht, zentral. Aber auch Fragen aus der Familien- und Sozialpolitik, sowie der Integration und Menschenrechtspolitik beschäftigen mich als Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Ein besonderes Anliegen ist es mir, die guten Beziehungen, die unsere Fraktion traditionell mit den beiden großen christlichen Kirchen aber auch mit der jüdischen Gemeinschaft, dem Islam und kleineren Religionsgemeinschaften verbindet, weiter zu pflegen. Ein intensiver Dialog mit Vertretern der Kirchen und Religionen bedeutet auch, sich gegenseitig noch besser kennenzulernen und einander zuzuhören. Auch aus diesem Anlass hat die CDU/CSU-Fraktion in den letzten Monaten mehrere große Kongresse veranstaltet, in denen sie sich mit der Frage befaßt hat, was das christliche Menschenbild für unsere konkrete Politik bedeutet.
In unserem Koalitionsvertrag haben CDU und CSU gemeinsam mit der FDP ausdrücklich festgehalten, welche Bedeutung die Kirchen und Religions-gemeinschaften für das Wertfundament unserer Gesellschaft haben:
„Den Christlichen Kirchen kommt eine unverzichtbare Rolle bei der Vermittlung der unserem Gemeinwesen zugrunde liegenden Werte zu. Wir wissen, dass auch andere Religionen Werte vermitteln, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft haben. Wir achten alle Religionszugehörigkeiten. Besondere Verantwortung tragen wir für die jüdischen Gemeinden als Teil unserer Kultur. Wir werden den Dialog mit den Kirchen, Glaubensgemeinschaften und religiösen Vereinigungen noch stärker betreiben.“ (Seite 95)















