Dr. Maria Flachsbarth MdB, Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften

2010-01-26

Am 26. Januar 2010 hat mich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Beauftragten für Kirchen und Religionsgemeinschaften ernannt.

Meine Aufgabe ist es, jene Sachthemen besonders aufmerksam zu verfolgen und zu begleiten, die für die Kirchen und Religionsgemeinschaften relevant sind. Dies betrifft ganz verschiedene Politikbereiche. Als Umweltpolitikerin liegt mir besonders die Bewahrung der Schöpfung am Herzen. Daneben sind Themen aus dem Feld der Bio- und Medizinethik, in denen es vorrangig um den Schutz des menschlichen Lebens, gerade an seinem Anfang und Ende geht, zentral. Aber auch Fragen aus der Familien- und Sozialpolitik, sowie der Integration und Menschenrechtspolitik beschäftigen mich als Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Ein besonderes Anliegen ist es mir, die guten Beziehungen, die unsere Fraktion traditionell mit den beiden großen christlichen Kirchen aber auch mit der jüdischen Gemeinschaft, dem Islam und kleineren Religionsgemeinschaften verbindet, weiter zu pflegen. Ein intensiver Dialog mit Vertretern der Kirchen und Religionen bedeutet auch, sich gegenseitig noch besser kennenzulernen und einander zuzuhören. Auch aus diesem Anlass hat die CDU/CSU-Fraktion in den letzten Monaten mehrere große Kongresse veranstaltet, in denen sie sich mit der Frage befaßt hat, was das christliche Menschenbild für unsere konkrete Politik bedeutet.

In unserem Koalitionsvertrag haben CDU und CSU gemeinsam mit der FDP ausdrücklich festgehalten, welche Bedeutung die Kirchen und Religions-gemeinschaften für das Wertfundament unserer Gesellschaft haben:

„Den Christlichen Kirchen kommt eine unverzichtbare Rolle bei der Vermittlung der unserem Gemeinwesen zugrunde liegenden Werte zu. Wir wissen, dass auch andere Religionen Werte vermitteln, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft haben. Wir achten alle Religionszugehörigkeiten. Besondere Verantwortung tragen wir für die jüdischen Gemeinden als Teil unserer Kultur. Wir werden den Dialog mit den Kirchen, Glaubensgemeinschaften und religiösen Vereinigungen noch stärker betreiben.“ (Seite 95)