Hoffen auf Ende der Gewalt in Ägypten

2013-08-19

Die Eskalation der Gewalt in Ägypten war unter anderem Thema bei einem Gesprächsabend mit Bischof Martin Schindehütte, der zu Gast bei der heimischen Abgeordneten, Dr. Maria Flachsbarth MdB in Lehrte war.

Die Eskalation der Gewalt in Ägypten war unter anderem Thema bei einem Gesprächsabend mit Bischof Martin Schindehütte, der zu Gast bei der heimischen Abgeordneten, Dr. Maria Flachsbarth MdB in Lehrte war:

„ Die Eskalation der Ereignisse in Ägypten ist dramatisch“, so Maria Flachsbarth. „Fassungslos müssen wir ansehen, wie viele Menschen bei den Auseinandersetzungen ums Leben gekommen sind. Wir appellieren dringend an alle Beteiligten in Ägypten, zur Mäßigung beizutragen. Erst wenn wieder Ruhe einkehrt, können konstruktive Gespräche über die Zukunft des Landes weitergeführt werden. Ich finde es daher richtig, dass die Bundesregierung sich entschieden hat, ihre Hilfsgelder nun zunächst einzufrieren.“

Maria Flachsbarth selbst war im Januar 2011 in Ägypten gewesen, um nach einem Anschlag auf die koptische Kirche in Alexandria ihre Solidarität mit der koptischen Gemeinschaft zu bekunden: „Es ist schrecklich zu sehen, wie das Land nach den so hoffnungsfrohen Protesten Anfang 2011 nun vor der Spaltung steht,“ sagt die Abgeordnete. „Mit besonderer Sorge erfüllen mich die gezielten Übergriffe auf die christliche Minderheit in den letzten Tagen. Doch nicht nur die Christen leiden, sondern genauso ihre muslimischen Nachbarn, die auch von radikalen Minderheiten drangsaliert werden.“

In der gesamten Region müssen die Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben der Religionen verstärkt werden: „Bischof Martin Schindehütte hat als Auslandsbischof der evangelischen Kirche in Deutschland bei seinem Besuch in Lehrte ausgeführt, welche Bedeutung die Religionsfreiheit für die Demokratie hat“, berichtet die Abgeordnete. Zugleich forderte er, die nach Demokratie und Freiheit strebende muslimische Mehrheit in Ägypten zu unterstützen. „Wir dürfen uns nicht von der Logik der Gewalt vereinnahmen lassen, sondern vielmehr diejenigen stärken, die eintreten für Menschenrechte und die Herrschaft des Rechts.“ Maria Flachsbarth ergänzt: „Für die Ägypter ist es noch ein weiter Weg dorthin, aber wir dürfen beim aktuellen Blick auf sie die Menschen in Syrien nicht vergessen, die seit Monaten unter dem Krieg in ihrem Land leiden. Ich bin froh, dass Deutschland mit der Aufnahme von 5000 Flüchtlingen und der materiellen Hilfe für die Nachbarländer Syriens, die Hunderttausende von Flüchtlingen versorgen, dazu beiträgt, die humanitäre Katastrophe zu lindern.“

Bischof Martin Schindehütte und Dr. Maria Flachsbarth