Humanitäres Völkerrecht in bewaffneten Konflikten stärken

Zwei wichtige Trends haben sich in den vergangenen Jahren in der internationalen Konfliktlandschaft herausgebildet, die das humanitäre Völkerrecht auf die Probe stellen: Erstens sind Konflikte mit menschlichen Opfern zunehmend nicht internationaler Natur. Zweitens sind an diesen Konflikten immer mehr Parteien und nicht-staatliche Akteure beteiligt. Die anhaltende Tragödie in Syrien ist ein bedrückendes Beispiel für diese Entwicklung. Es ist eine vordringliche Aufgabe bei der Fortentwicklung des humanitären Völkerrechts, die „Unterstützungsbeziehungen“ in der sogenannten partnerunterstützten Kriegsführung zwischen Staaten und nicht-staatlichen Akteuren zu erfassen und auch für sie Völkerrecht durchzusetzen. Nur so kann es gelingen, dem menschlichen Leid in Krisen wie im Jemen, in Libyen oder in der Sahel-Zone ein Ende zu setzen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat in diesem Bereich eine besondere Expertise und wichtige Leitlinien zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten entwickelt. Es ist für uns im Deutschen Bundestag eine besondere Ehre, diese Leitlinien gemeinsam mit dem IKRK vorzustellen und zu diskutieren. Eine elektronische Version des entsprechenden Handbuchs lassen wir Ihnen bei Teilnahme vorab zukommen.

Zu der Veranstaltung „Humanitäres Völkerrecht in bewaffneten Konflikten stärken“ im Rahmen einer Videokonferenz am 29. April 2021 laden wir Sie herzlich ein. Weitergehende Information auch zur Anmeldung finden Sie hier.