Kardinal-Höffner-Kreis führte Gespräche in Jerusalem und Bethlehem

2012-04-01

Mit einer Reise ins Heilige Land im April 2012 setzt der Kardinal-Höffner-Kreis ein Zeichen der Solidarität mit den Christen im Nahen Osten

Religionen können einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, die Konflikte im Heiligen Land lösen zu helfen. Insbesondere die christlichen Minderheit in Israel und Palästina spielt eine wichtige Rolle als Brückenbauer. Dieses Fazit zog die Delegation des Kardinal-Höffner-Kreises unter der Leitung ihres Vorsitzenden Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär, und der Beauftragten der Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Dr. Maria Flachsbarth, die sich im April zu Gesprächen in Jerusalem und Bethlehem aufhielt.

Höhepunkte der Reise waren interreligiöse Gespräche mit Rabbiner David Rosen über den Stand des jüdisch-christlichen Dialogs und Scheich Mohammed Azzam al-Khatib al-Tamimi, dem Direktor der Waqf-Stiftung, zum christlich-muslimischen Verhältnis.

Bewegend war der Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und die Kranzniederlegung zu Ehren von Kardinal Joseph Höffner, der dort als ?Gerechter unter den Völkern geehrt wird. Damit erinnerte die Gruppe auch an das mutige Handeln vieler Christen, die sich der Unmenschlichkeit des Holocaust entgegengesetzt haben.

Die Gruppe der 13 Parlamentarier der Fraktion, die vom Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten begleitet wurde, machte sich auf der Reise auch ein umfassendes Bild der kirchlichen deutschen Einrichtungen, beispielsweise der Aktivitäten des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande. Untergebracht war die Gruppe im St. Charles Hospiz, dem deutschen Hospiz in Jerusalem. Mit der Wahl der Unterkunft in einem christlichen Pilgerhaus wollte die Delegation ein Zeichen der Solidarität mit den Christen im Heiligen Land setzen.

Links ist die Oberin von St. Charles, Schwester Daniela, zu sehen, rechts die Alt-Oberin Schwester Xaveria.