Maria Flachsbarth zur Corona-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

die weltweite Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus stellt unser Land vor erhebliche Herausforderungen. Die Corona-Pandemie führt nicht nur zu einer Gefährdung der Gesundheit eines jeden von uns – insbesondere aber von Personen über 65 Jahren und vorerkrankten Menschen – sondern auch zu einem nie gekannten Stresstest der Gesundheitssysteme und infolge der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auch zu ernsthaften Beeinträchtigungen unserer Wirtschaft. Die Bundesregierung unternimmt alle nötigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Oberste Priorität hat dabei die medizinische Versorgung. Ohne eindämmende Maßnahmen steigt ihre Zahl der Erkrankten exponentiell, d. h. ungefähr alle drei Tage verdoppeln sich die Zahlen. Da es keinen Impfstoff und kein spezifisches Medikament gibt und ca. ein Prozent der Erkrankten schwere Lungenentzündungen mit der Notwendigkeit assistierter Beatmung entwickeln, ist dringend darauf zu achten, dass die Zahl der Schwerstkranken die Zahl der geeigneten Intensivbetten (z. Zt. 25.000) nicht übersteigt. Ich möchte mir nicht vorstellen – und auch nicht dafür verantwortlich sein – für erstickende Patienten keine Beatmungsmöglichkeit zu haben.

Deshalb versucht die Bundesregierung mit drastischen, so in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie da gewesenen Maßnahmen, u. a. der Einschränkung von Grundrechten, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Zugleich spannen die Regierungen des Bundes und der Länder gigantische Schutzschirme auf, die die erheblichen wirtschaftlichen Folgen zumindest abmildern. Ich möchte Sie deshalb auf die beigefügte Liste der Programme der Bundesregierung sowie auf die Internetseite des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums (https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/), auf der zahlreiche Hilfsangebote sowie entsprechende Kontaktdaten zu finden sind, hinweisen. Darüber hinaus arbeitet die Bundesregierung an einem Hilfspaket, um insbesondere Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen zu unterstützen. Dazu hat gestern das Krisenkabinett in Berlin getagt, um dieses möglichst schnell umzusetzen. Ich informiere Sie sehr gerne erneut, sobald wir dazu nähere Informationen haben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland sieht sich einer ungeahnten Herausforderung gegenüber, die unsere freie, demokratische Gesellschaft auf die Probe stellt, weil niemand ohne persönliche Einbußen sein wird. Jede und jeder kann aber durch besonnenes Handeln helfen, sie zu bewältigen. Mut, Solidarität und Herz sind nun gefragt. Danke für Ihre ganz persönliche Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Maria Flachsbarth