Erneuerbare Energien und SuedLink

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Bewahrung der Schöpfung sind Kernanliegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Wir wollen unsere Heimat lebenswert erhalten. Die Union bekennt sich zu dem Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung, die den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand mit dem Schutz von Natur und Umwelt in Einklang bringt. Nur in einer intakten Umwelt können wirtschaftliche Entwicklung und das Wohlergehen der Menschen dauerhaft gesichert werden. Eine wachsende Weltbevölkerung, steigender Energie- und Ressourcenbedarf und der weltweite Klimaschutz gehören zu den größten Herausforderungen für die nationale und internationale Umweltpolitik.

Seit dem Inkrafttreten der Atomgesetznovelle vom 31. Juli 2011 steht fest, dass im Jahr 2022 die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Dadurch entsteht bei Stromerzeugung und -verbrauch ein Nord-Süd-Gefälle in Deutschland. Während der Strom früher verbrauchsnah in großen fossilen und atomaren Kraftwerken erzeugt und ins Netz eingespeist wurde, muss die Energie zukünftig über weite Strecken vom Ort der Erzeugung im Norden in onshore oder offshore-Windparks zu den Verbrauchszentren im Süden transportiert werden.

Aufgrund dieses Sachverhalts ist der Bau der sog. SuedLink-Trasse, einer 500 kV Gleichstrom-Stromautobahn, erforderlich. Seit Beginn der Diskussionen über den Bau des SuedLinks habe ich mich mit Nachdruck für die Erdverkabelung und eine möglichst anwohner – und auch umweltverträgliche Lösung eingesetzt. Aus diesem Grund freut es mich sehr, dass sich die Koalitionsparteien am 01. Juli 2015 darauf geeinigt haben, der Erdverkabelung den Vorrang zu geben.